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"Als Web-Entwicklerin werde ich mein ganzes Leben lang lernen - und ich habe gelernt wie das geht!"

Ein Interview mit Rihab al-Yasiri ĂŒber ihren Berufseinstieg als frisch gebackene SuperWebentwicklerin

Rihab war Teilnehmerin unseres ersten Bootcamps Webentwicklung und arbeitet seit MĂ€rz 2020 bei der Provinzial Versicherung als Webentwicklerin. Hier im Interview berichtet sie von ihren Ups and Downs beim Coden, ihren Erfolg beim Hackathon der Provinzial und ihren Erfahrungen bei der Jobsuche.

Die Interview Teilnehmerin im Kurs am Arbeitsplatz

Hallo Rihab. Wie fĂŒhlst du dich in deiner neuen Position?

Ich fĂŒhle mich super und wie eine richtige Entwicklerin! Dieses GefĂŒhlt hat mir lange gefehlt - und das obwohl ich seit dem Wintersemester 2018 Informatik studiere. In den letzten Jahren habe ich mich im IT-Bereich beworben, aber nur Absagen erhalten und dann dachte ich mir, so kann es nicht weitergehen und habe den kostenlosen Seepferdchen-Workshop beiSuperCode gemacht.

Beim anschließenden Termin bei der Bildungsberatung von SuperCode haben wir lange ĂŒber meine Situation gesprochen. Als Studentin bekomme ich keinen Bildungsgutschein, aber zum GlĂŒck konnte ich eine Förderung ĂŒber die Chancen EG bekommen. Außerdem war ich es leid, mir alles selbst beibringen zu mĂŒssen und immer nur alleine zu lernen. Ich wollte andere Menschen treffen und gemeinsam das Coden lernen. Ich habe mich sofort total wohl gefĂŒhlt. Am Bootcamp teilzunehmen war die beste Entscheidung meines Lebens. FĂŒr den Berufseinstieg habe ich dadurch ganz andere Möglichkeiten bekommen.";

Dann hattest du also schon Vorkenntnisse als du das Bootcamp begonnen hast?

Ja, ich konnte schon etwas HTML, CSS und JAVA aus meinem Studium. Daher war der Einstieg fĂŒr mich etwas leichter als fĂŒr die anderen Teilnehmer:innen. Als wir dann aber JavaScript und React.js lernten, waren wir alle auf dem selben Stand. Das war einerseits total spannend, weil ich immer gerne Neues lerne und andererseits auch anstrengend. Zum GlĂŒck waren die Trainer sehr empathisch und haben nach komplexen Programminhalten dann auch mal andere Themen wie Design-Thinking durchgenommen.

Es heißt ja nicht ohne Grund “Bootcamp Webentwicklung” ;-). Was waren deine Ups and Downs in der Zeit bei uns?

Ich habe mich jeden einzelnen Tag auf das Training gefreut. Wir waren alle in der gleichen Situation, halfen uns gegenseitig und ich konnte alles fragen. Wir waren wie eine Familie, das fand ich cool. Man sieht auch schnell die eigene Entwicklung: Erst hatte ich nur etwas Ahnung und auf einmal machte es klick und ich hatte das GefĂŒhl alles lernen zu können! Es wird immer neue Technologien geben, also geht das Lernen immer weiter. Und wir haben gelernt, wie das geht.

In den 3 Monaten Bootcamp hatte ich quasi kein Leben. Alles dreht sich ums Coden und wir haben jeden Tag Projekte gemacht. Aber ich wusste, worauf ich mich einlasse und alles hat funktioniert. Das hat mir sehr viel Freude gemacht.

Die Interview Teilnehmerin im Kurs am Arbeitsplatz

Im November 2019 hast du am Hackathon der Provinzial Versicherung - deinem jetzigen Arbeitgeber - teilgenommen und den ersten Platz im Bereich "I love Versicherung" gemacht. Was kannst du daraus mitnehmen?

Das war eine tolle Erfahrung! Mit zwei anderen Supercode-Teilnehmern erstellten wir innerhalb von 3 Tagen ein Konzept mit Design, wie man junge Leute ansprechen und das Interesse an der Provinzial wecken könnte. Wir entwarfen eine Gamification-App, in der man z.B. fĂŒr SportĂŒbungen oder Umweltschutz Punkte bekommt. Damit haben wir sogar gewonnen und einen 500 Euro Gutschein bekommen! FĂŒr Konzeption und Teamarbeit war das eine sehr gute Übung.

Dann kam die Jobsuche. Wie war das fĂŒr dich? Was waren deine ersten Schritte im Bewerbungsverlauf?

Direkt nach dem Bootcamp habe ich eine Teilzeitstelle als Webentwickerin bei einer Spedition bekommen. SĂ©rgio, der GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Supercode hatte mich empfohlen. Nach ein paar Monaten wollte ich eine neue Herausforderung und recherchierte nach Stellen. Die Provinzial hatte ich immer im Hinterkopf. Also habe ich mich einfach initiativ beworben, wurde eingeladen und habe eine Stelle bekommen.

Nun arbeite ich ĂŒberwiegend im Frontend, mache aber auch etwas Backend. Da ich JavaScript und React.js gelernt habe, fĂ€llt es mir leicht andere Programmiersprachen zu verstehen und zu lernen. Außerdem bekomme ich viel UnterstĂŒtzung von den Kollegen und dem Teamleiter, die alle sehr nett sind. Alle zwei Wochen gibt es FeedbackgesprĂ€che und auch sonst gefĂ€llt mir das agile Arbeiten und der Scrum-Ansatz sehr. Das kenne ich schon aus dem Bootcamp: In der Projektarbeit haben wir gelernt, die Aufgaben gut zu verteilen und regelmĂ€ĂŸige Feedback-Meetings zu machen. Dadurch weiß man immer, wo man selbst und die anderen gerade stehen und was noch zu tun ist.

Die IT-Branche ist leider immer noch sehr mÀnnerdominiert. Merkst du davon etwas?

Bei der Provinzial bin ich die einzige Frau im Team und auch in der Uni sind viel mehr MĂ€nner als Frauen. Vielleicht hat es damit zu tun, dass die IT-Branche sehr viel Zeit fordert und manche Frauen abschreckt. Mich persönlich stört das nicht, aber es ist schade, weil sich der Bereich auch gut fĂŒr Frauen eignet und sich mit Homeoffice vieles vereinbaren lĂ€sst.

FĂŒhlst du dich gut gewappnet fĂŒr deine weitere Karriere als Web-Entwicklerin?

Absolut! Ich habe jetzt genug Erfahrung und keine Angst mehr vor Jobwechsel. Ich habe sehr viel von erfahrenen Programmierern gelernt und bin sehr dankbar dafĂŒr. Ich bin viel selbstbewusster geworden und ich möchte der Welt zeigen, was ich kann!

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